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Laura Marling im Debaser Medis (20.05.2015)

Leider fängt das Musikjahr 2017 mit einer sehr schlechten Nachricht an. Wir wussten es schon fast ein Jahr, aber nun ist es vollzogen und es schmerzt.

Die Stadt Stockholm mit ihrer rot-rot-grünen Regierung hat beschlossen, das sogenannte Medborgarhuset am Medborgarplatsen in Stockholm zu renovieren. In dem Haus befinden sich u.a. eine Stadtteilbibliothek, ein Schwimmbad und der Rockclub Debaser Medis, der früher Mondo hieß.

Das Haus wird laut Plan zwei Jahre lang renoviert (in der Praxis kann man bei schwedischen Bauvorhaben, ähnlich wie bei deutschen mit vier Jahren rechnen). Danach dann ist kein Platz mehr für den Debaser Medis. Der Rockclub ist am Ende. Dabei braucht die Stadt dringend Säle mit einer Kapazität von 800-1000 Plätzen. Mit dem Ericsson Globe, der daran anschließenden Tele2 Arena und der Friends Arena in Solna haben wir drei Spielorte für die ganz großen kommerziellen Acts, aber mit dem Debaser Medis verschwindet nun der wichtigste Saal für die Bands auf dem Weg nach oben und die vielen Indie-Acts, die dann eben keinen Abstecher mehr nach Stockholm machen.

Dem Debaser hat man schon vor Jahresfrist den kleineren Debaser Slussen geschlossen, weil der Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt in den nächsten Jahren umgebaut wird. Den kleinen, historischen Club haben Bulldoer bereits dem Erdboden gleich gemacht.

Im Medis habe ich in den letzten Jahren u.a. gesehen:

Laura Marling (Foto), Villagers, Gogol Bordello, Sahara Hotnights, Säkert!, Jimmy Eat World, Yeah Yeah Yeahs, The Sounds, Amy MacDonald, Okkervil River, Guillemots, Tegan & Sara, Wolf Parade

Aus dem Konzert mit Villagers am 01.03.2013 hier der Song “Nothing Arrives”.

 

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